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Die besten VPN Anbieter: Vergleich, Test & Bewertung für Deutschland – Geschwindigkeit & Preisvergleich 2019

Ein VPN bietet dem Nutzer einige entscheidende Vorteile:

  • Schutz der Privatsphäre: Der Internet Provider kann nicht sehen, auf welchen Webseiten der Nutzer surft. Ausserdem ist die Privatsphäre in öffentlichen WLAN Netzen gesichert.
  • Anonymität: Die eigene IP-Adresse bleibt geheim.
  • Verchlüsselte Datenübertragung: Die Verbindung über ein VPN ist abhörsicher.
  • Restriktionen und Sperren in bestimmten Ländern umgehen: Durch Geoblocking verhindern manche Länder den Zugriff auf bestimmte Inhalte. Diese Sperren lassen sich mit einem VPN effektiv umgehen.

VPN Anbieter Vergleich 2019

In unserem tabellarischen Vergleich finden Sie die besten VPN Anbieter für Deutschland mit Angaben zu Geschwindigkeit, Anzahl der Server, Preisen und weiteren wichtigen Fakten.

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Was ist ein VPN?

Die Abkürzung VPN steht für Virtual Private Network, auf Deutsch übersetzt also für ein virtuelles, privates Netzwerk.

Der Begriff VPN kann zwei Bedeutungen haben:

  • Das konventionelle VPN: Hierbei handelt es sich um ein, in sich geschlossenes, Kommunikationsnetz. Es wird keine physische Verbindung hergestellt, sondern ein bestehendes Netz als Kommunikationsnetz zu einem anderen Netzwerk verwendet. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Mitarbeiter von seinem Computer zu Hause auf das Firmennetzwerk zugreifen möchte oder ein Student sich von daheim aus ins Netzwerk der Uni einklinken will. Mit einer VPN Verbindung wird dies bewerkstelligt, indem alle anderen Netzwerke (also das Netz zu Hause, aber auch das Internet) nur als Verbindung angesehen werden. Man könnte diese Netze wie ein überdimensional langes Netzwerkkabel betrachten.
  • Web basierendes VPN (das Thema unseres Testberichtes): Bei den auch SSL-VPN genannten Anwendungen wird nicht wie beim konventionellen VPN eine direkte Verbindung simuliert. Es wird nur dafür gesorgt, dass ein verschlüsselter und gesicherter Zugriff auf ein bestimmtes Netzwerk und die darin geteilten Ressourcen möglich ist. Auch wenn es sich nicht um ein VPN im eigentlichen Sinne handelt, ist diese irreführende Bezeichnung in der Branche weit verbreitet.
    In jedem Netzwerk ist es nötig, dass alle Geräte eine klar definierte und nach verfolgbare Adresse besitzen. Diesen Zweck erfüllt die sogenannten IP-Adresse, welche in physischen Netzwerken häufig fix vergeben wird, in virtuellen Netzwerken allerdings meist nur nach Verbindung zugewiesen wird. Um ein verständliches Beispiel zu erstellen, könnte man die IP-Adresse also mit einem Absender auf einem Briefumschlag vergleichen. Wenn also nun im Internet irgendwelche Daten (Briefumschlag) gesendet (IP-Adresse = Absender) oder abgerufen (IP-Adresse = Empfänger) werden, ist ganz klar nachvollziehbar, woher diese stammen, bzw. wohin diese gehen.
    Verwendet man eine VPN Anwendung, so werden die Daten in ein neues Netzwerk eingespielt und erhalten somit auch eine neue Adresse. Man könnte sagen, dass der Briefumschlag in einen weiteren Umschlag mit einem neuen Absender gesteckt wird. Damit können also Informationen gesendet und empfangen werden, ohne die eigene Adresse öffentlich bekannt zu geben. Dementsprechend werden VPN Zugänge häufig zum Schutz der Privatsphäre eingesetzt.
    Im Fachjargon nennt man diese Vorgehensweise, das Tunneln von Internetzugriffen. Doch auch wenn der Zugang zu bestimmten Daten nur für Mitglieder eines bestimmten Netzes möglich ist, kann dies mit einem VPN bewerkstelligt werden. Hierfür sind stets Username und Passwort nötig, um den Zugang zum üblicherweise gesicherten und verschlüsselten Netzwerk zu erlangen. Um auf das Beispiel der Post zurück zu kommen: Ein bestimmter Empfänger (= gewünschte Ressourcen) nimmt nur Post von bekannten Absendern an (= zugehöriges Netzwerk und die darin bekannten Adressen). Will man jedoch von sonstigen Adressen diesen Empfänger erreichen, ist es nötig, den Briefumschlag in einem weiteren zu verstauen, welcher einen passenden Absender aufweist.

In welchen Fällen ist der Einsatz sinnvoll bzw. notwendig?

Da durch die Nutzung eines VPN die Netzwerkadresse Adresse geändert wird, entstehen gänzlich andere Voraussetzungen, wenn Daten im Internet abgerufen oder versendet werden. Daraus ergeben sich zahlreiche, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten:

Schutz der Privatsphäre

Vor allem wenn ein Internetzugriff über mobile Geräte in öffentlichen Netzwerken erfolgt, ist ein Schutz der Daten und damit der Privatsphäre nicht gesichert möglich. Denn Daten in diesen öffentlichen Netzwerken können erstaunlich leicht von Dritten mitgelesen werden. Wird allerdings eine VPN Anwendung genutzt, kann nur noch der Zugriff in dieses virtuelle Netzwerk mitgelesen werden, die weiteren Wege können nicht mehr nachverfolgt werden, da der VPN Tunnel alle Datenpakete verschlüsselt.

Umgehung von Landesspezifischen Restriktionen

Auch wenn das Internet ein freies Medium sein soll, wird in vielen Ländern der Welt strenge Zensur betrieben. Es ist kein freier Zugang ins Internet möglich. Stattdessen kann nur auf ausgewählte Seiten und Funktionen zugegriffen werden. Dies ist vor allem für Journalisten, welche in solchen Ländern tätig sind, eine große Behinderung. Mit einem Zugriff auf ein VPN eines „freien“ Landes, können solche Restriktionen allerdings umgangen werden. Ein VPN Zugang kann in diesem Sinne auch genutzt werden, um beispielsweise Streamingdienste zu nutzen, welche nur in einzelnen Ländern verfügbar sind. Ein Beispiel hierfür wäre, dass man im Urlaub im Ausland nach wie vor die Nachrichtensendung der heimischen Rundfunkanstalt verfolgen möchte. Die Fernsehsender bieten meist die Möglichkeit, viele der Sendungen im Internet zu streamen. Der Zugriff ist allerdings nur für Nutzer in diesem Land möglich, da hier davon ausgegangen wird, dass die Rundfunkgebühren entsprechend bezahlt wurden.

Eine sichere Site-to-Site Verbindung

Um mehrere lokale Netzwerke (beispielsweise von unterschiedlichen Filialen einer Firma) sicher miteinander verbinden, kann eine Site-to-Site Verbindung eingerichtet werden. Hierzu müssen die einzelnen lokalen Netzwerke über ein VPN miteinander verbunden werden.
Fernzugriff auf ein gesichertes Netzwerk

Egal ob es sich um das Firmennetzwerk oder jenes der Universität handelt. Üblicherweise wird mit einem solchen Fernzugriff ein Netzwerk angesteuert, welches nur für bestimmte Personen freigegeben ist. Diese besitzen üblicherweise einen Usernamen und ein dazugehöriges Passwort für Identifikationszwecke. Das Zielnetzwerk muss über ein VPN-Gateway verfügen. Dies ist eine ansteuerbare Adresse, wo mittels Passworteingabe überprüft wird, ob eine Zugangsberechtigung vorliegt. Ist dies der Fall, wird eine Netzwerkinterne Adresse vergeben, womit der Fernzugang bewerkstelligt wurde, und alle Funktionen ebenso nutzbar sind, als wäre man direkt im Netzwerk eingehängt.

Simulation von lokalen Netzwerken (LAN)

Auch für Computerspiele kann ein VPN eine gute Bereicherung sein. Denn vor allem alte Spiele, welche zwar eine Funktion für Multiplayer in lokalen Netzwerken, aber keine für Multiplayer im Internet aufweisen, können über einen VPN dennoch zum Laufen gebracht werden. Es ist nötig, dass alle Spieler sich mittels VPN in das gleiche Netz einklinken, sodass ein lokales Netzwerk erfolgreich simuliert werden kann.

Zur Frage der Legalität von VPN-Verbindungen

Hier ist grundsätzlich zu sagen, dass sämtliche illegalen Aktivitäten auch mit einer VPN-Verschlüsselung immer noch illegal und damit strafbar sind. Darunter fällt beispielsweise auch das Downloaden von urheberrechtlich geschütztem Material. Das Nutzen von VPN um die Privatsphäre zu nutzen, und so keine Userdaten im Netz zu hinterlassen ist hingegen rechtlich vollkommen bedenkenlos möglich. Auch das Umgehen von Geosperren kann rechtlich nicht beanstandet werden. Allerdings sind diese Gesetze und Richtlinien allesamt sehr schnellen Entwicklungen unterworfen, weswegen vor einer gezielten Nutzung eines VPN Zugangs eine Überprüfung der rechtlichen Lage empfohlen wird.

Worauf sollte man bei der Auswahl eines VPN Anbieters achten?

Geschwindigkeit und Sicherheit

Die Art der verwendeten Technologien bei VPN Verbindungen kann teils erhebliche Unterschiede aufweisen. So kann zum Beispiel das schnelle PPTP (Point to Point Tunneling Protocol) verwendet werden. Dieses glänzt vor allem durch geringen Bandbreitenverlust, ist dafür längst nicht so sicher wie andere Protokolle wie IPSec oder OpenVPN. Es gilt abzuwägen, welche Faktoren von größerer Bedeutung sind. Denn grundsätzlich kann gesagt werden: Je besser die Verschlüsselung ausfällt, umso größer sind die negativen Auswirkungen auf die Verbindungsgeschwindigkeit. Dementsprechend können für private und wirtschaftliche Zwecke zwei unterschiedliche VPN Anbieter in diesem Punkt die jeweils besten, bzw. passendsten sein.
Ein weiterer Punkt, welcher bei der Auswahl eines VPN Anbieters beachtet werden sollte, ist das Datenvolumen. Häufig können nur bestimme Datenmengen pro Monat übertragen werden. Inzwischen gibt es aber auch etliche Anbieter, bei welchen man unbegrenztes Datenvolumen erwerben kann.

Kostenlose VPN Anbieter

Vor allem wenn man einen kostenpflichtigen VPN Anbieter auswählt, sollte man darauf achten, dass sämtliche gewünschten Funktionen unterstützt werden. Hier gehört beispielsweise die Auswahl von verschiedenen Servern oder eine Länderauswahl genannt. Aber auch die unterstützten Betriebssysteme können die Wahl eines VPN Anbieters beeinflussen. Diese Punkte können selbstverständlich je nach gewünschter Nutzung stark unterschiedlich ausfallen.

VPN Provider Logging

Berücksichtigt sollte bei der Wahl des VPN Anbieters auch werden, ob dieser Logfiles speichert oder nicht. Denn selbst bei der Nutzung von VPN Diensten werden bestimmte Daten hinterlassen, konkret gesagt: Der VPN-Anbieter kann (und wird sehr wahrscheinlich) Datenlogs speichern, die beinhalten, von welcher Adresse (also die Adresse des Nutzers) wann und wie oft welche Seiten angewählt wurden.

Vor allem die sogenannten 14 Eyes sind in diesem Zusammenhang zu nennen. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von Geheimdiensten aus 14 Ländern (zu denen unter anderem auch Deutschland gehört). VPN Dienste in diesen Ländern können nämlich per Gesetz dazu gezwungen werden, gespeicherte Logs breit zustellen. Wenn die Privatsphäre bestmöglich genutzt werden soll, sollte bei der Wahl von VPN-Anbietern darauf geachtet werden, dass keine Datenlogs gespeichert werden und / oder sich der Standort des Anbieters in einem Land, welches nicht zu den 14 Eyes gehört liegt.

VPN Anbieter ohne Logs

Die Anbieter ExpressVPN, NordVPN, CyberGhost und Perfect Privacy (siehe Tabelle oben) speichern keine Logs.

Der beste VPN Anbieter – Test & Bewertung

Da es äußerst schwierig ist, sich einen Überblick über alle aktuell verfügbaren VPN Anbieter und deren Leistungen, Serverstandorte, unterstützen Betriebssystem und verwendeten Protokolle, zu verschaffen, haben wir uns dieser Aufgabe für euch angenommen. Im Folgenden geben wir zu den gängigsten VPN Anbietern für Deutschland jeweils einen kurzen Überblick und fassen deren Leistung zusammen.

ExpressVPN

Betrachtet man rein die Angaben des Herstellers selbst, so soll ExpressVPN zu dem absolut Besten gehören, das die Menschheit je hervorgebracht hat. Und tatsächlich sind die Daten durchaus beindruckend: Der Nutzer kann Verbindungen zu Servern in 148 Staaten herstellen, zwischen zahlreichen Protokollen wählen und so sowohl sehr hohe Sicherheit als auch sehr gute Download Geschwindigkeiten erzielen. Nutzerdaten werden keine gespeichert – so zumindest das Versprechen von ExpressVPN. Der Standort des Unternehmens ist auf den Britischen Jungferninseln verortet. Das Positive daran ist, dass daher niemand Zugriff auf die Daten des Unternehmens erzwingen kann. Das Negative daran: Es gibt auch keinerlei Datenschutzgesetze und daher auch keine Überprüfung, ob tatsächlich keine Logs gespeichert werden.

ExpressVPN hat spezielle Apps für die unterschiedlichsten Betriebssysteme entwickelt. Sowohl Windows, macOS, Android und iOS werden unterstützt. Selbst Smart-TVs oder Konsolen, welche üblicherweise keine VPN Software unterstützen, können über spezielle DNS-Server dennoch anonymisiert werden. Die Einrichtung ist unabhängig des Gerätes und des Betriebssystems einfach und schnell. Die Software ist übersichtlich gehalten und äußerst bedienerfreundlich. Bei der Serverauswahl muss auf eine Liste zurückgegriffen werden, die bei anderen Anbietern häufig verwendete – uns sehr beliebte – Weltkarte zur Serverauswahl ist hier nicht geboten.

Im Geschwindigkeitstest konnte ExpressVPN vollkommen überzeugen. Natürlich fallen die Ergebnisse je nach gewähltem Server unterschiedlich aus, die Geschwindigkeit ist jedoch für alle üblichen Tätigkeiten im Internet, Video-Streaming inklusive, vollkommen ausreichend. Ein kleiner Kritikpunkt ist die Dauer, welche zur Herstellung der Verbindung benötigt wird. Diese fällt etwas höher als bei anderen Anbietern aus.

Preislich gesehen liegt ExpressVPN mit in etwa 13 USD monatlich im Durchschnitt der getesteten Anbieter. Es kann allerdings auch ein Jahres-Abo abgeschlossen werden, bei welchem sich der Preis / Monat auf knapp über 8 USD reduziert. Für diesen Preis bekommt man unbegrenztes Datenvolumen. Die Software kann auf beliebig vielen Geräten installiert werden, allerdings nur auf fünf davon gleichzeitig genutzt werden. Ein Upgrade auf eine Variante, bei welcher mehr Geräte gleichzeitig genutzt werden können, ist möglich. Als Kritikpunkt ist zu nennen, dass man ExpressVPN nicht kostenlos ausprobieren kann, eine solche Testversion ist leider nicht verfügbar.

Zusammengefasst kann man folgende Punkte für Express VPN als positiv, bzw. negativ hervorheben:

  • Große Serverauswahl
  • Große Länderauswahl
  • Hohe Sicherheit
  • Gute Download Geschwindigkeit
  • Keine gespeicherten Logs
  • Langsamer Verbindungsaufbau
  • Keine Daenschutzüberprüfungen
  • Keine kostenlose Testversion

NordVPN

Immerhin in 60 verschiedenen Ländern können über 5000 Server mittels NordVPN angewählt werden. Dabei werden die gängigsten Länder unterstützt, besonders exotische Länder fehlen hingegen fast vollkommen. Es wird das inzwischen Branchenübliche AES 256-CBC-Verschlüsselungsprotokoll verwendet, welches eine besonders hohe Sicherheit gewährleisten soll. Der Standort von NordVPN liegt in Panama, und damit außerhalb der 14 Eyes. Doch Nutzerdaten werden ohnehin keine gespeichert. Diese Daten lassen bereits erahnen, dass NordVPN ein VPN Anbieter ist, welcher ein breites Publikum anspricht und alle nötigen Kriterien für einen guten VPN Zugang erfüllt. Doch wie genau sich die Software bedienen lässt und wie hoch die Kosten für den VPN Zugang ausfallen, muss ebenfalls berücksichtigt werden.

NordVPN bietet seine Software sowohl für Windows, macOS aber auch für mobile Geräte mit Android oder iOS an. Vor allem die Programme für Desktop Geräte kann vollkommen überzeugen. Sämtliche Funktionen sind übersichtlich und sehr bedienerfreundlich gehalten. Die Auswahl der verschiedenen Server kann über eine Weltkarte aber ebenso gut über Auflistungen erfolgen. Ein kleiner Kritikpunkt ist hier allerdings dennoch zu nennen: Eine schnell-Auswahl des besten / schnellsten Servers aus einem bestimmen Land fehlt und könnte eine gute Ergänzung darstellen.

Ein besonderes Highlight bei NordVPN ist der sogenannte Kill Switch. Dabei handelt es sich um eine Funktion, welche bei einem ungewollten Verbindungsabbruch zu dem VPN-Server sämtliche Anwendungen schließt, sodass keine unverschlüsselten und offenen Verbindungen bestehen können. Wer es wirklich ernst mit Datenschutz meint, kommt um so eine Funktion kaum herum. Leider wird dieser Kill Switch bei NordVPN recht häufig benötigt – denn es hat sich gezeigt, dass überdurchschnittlich oft die aufgebaute Verbindung ohne ersichtliche Gründe verloren geht.

Das meiste was für die Desktop Apps gesagt wurde, gilt in gleichem Rahmen auch für die mobilen Anwendungen. Diese sind übersichtlich und bedienerfreundlich. Allerdings ist die Serverauswahl etwas unübersichtlicher gehalten. Auch die häufigen Verbindungsabbrüche setzen sich hier fort.

Bezüglich der Geschwindigkeit liegt NordVPN im soliden Mittelfeld. Nicht die schnellsten, nicht die langsamsten Server – aber dennoch vollkommen ausreichend für den üblichen Datenverkehr. Besonders positiv ist der sehr schnelle Verbindungsaufbau hervorzuheben.

Preislich gesehen gehört NordVPN zu den besten Anbietern, allerdings vor allem dann, wenn langfristige Abos abgeschlossen werden. Ein einjähriges Abo kostet in etwa 6 Euro monatlich. Der Preis kann allerdings bis auf knapp unter 3 Euro reduziert werden, wenn ein dreijähriges Abo abgeschlossen wird. Eine offizielle Testversion ist auch bei NordVPN nicht verfügbar, allerdings wird mit einem 30 tägigen Rücktrittsrecht bei Nichtgefallen geworben.

Folgende Punkte sind besonders positiv bzw. negativ aufgefallen:

  • Hohe Sicherheit
  • Sehr gute, bedienerfreundliche Software
  • schneller Verbindungsaufbau
  • Kill Switch
  • Datenschutz, keine gespeicherten Logs
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • lange Abo-Dauer
  • keine besonders exotischen Serverstandorte
  • häufige Verbindungsabbrüche

hide.me

Auch hide.me wirbt damit, die AES-256-Bit-Verschlüsselung zu verwenden. Ein wirklich gutes und sicheres Verschlüsselungsverfahren, allerdings inzwischen Gang und Gebe bei guten VPN-Anbietern. Die Auswahl an Servern ist nicht besonders groß. Nur 55 Serverstandorte, aufgeteilt auf 34 Staaten, sind verfügbar. Diese decken allerdings alle Kontinente und sämtliche wichtigen und relevanten Länder ab. Hide.me wird von eVenture Limited betrieben, einer Firma, welche ihren Sitz in Malaysia hat. Ein Land, in welchem einfach garantiert werden kann, dass keine Logs gespeichert werden, denn es gibt keine strengen Datenschutzgesetze.

Die Software von hide.me ist für Windows, macOS, Android und iOS verfügbar. Außerdem ist auch ein direkter, manueller Verbindungsaufbau zu den Servern ganz ohne Software möglich. Die Desktop App ist allerdings etwas unübersichtlich gehalten. So ist zwar ein einfacher Aufbau zu den Servern möglich, es kann allerdings nicht eingesehen werden, mit welchem Server aktuell eine Verbindung besteht. Auch die Auslastung der wählbaren Server ist nicht ersichtlich. Eine Split Tunnel Funktion ermöglicht, die VPN Verbindung nur auf bestimmte Anwendungen zu verwenden. Positiv ist zu erwähnen, dass auch hide.me über einen Kill Switch verfügt, welcher sämtliche Anwendungen bei Verbindungsverlust sofort beendet.
Die Geschwindigkeiten der hide.me Server sind durchwegs als oberer Durchschnitt zu bezeichnen. Mit Download Geschwindigkeiten von 43 Mbit und Upload Geschwindigkeiten von 8 Mbit liegt der Dienst vor vielen seiner Konkurrenten.

Besondere Betrachtung verdient die Preispolitik von hide.me. Denn es existiert eine Basisversion, welche vollkommen kostenfrei ist. Allerdings ist der Nutzer auf Server in Kanada, Singapur und den Niederlanden beschränkt. Auch das Datenvolumen wird auf ein Maximum von zwei Gigabyte limitiert. Bezüglich der verfügbaren Protokolle müssen auch hier bei der kostenlosen Version Einschränkungen in Kauf genommen werden. Bezüglich der Geschwindigkeit gibt es allerdings keine Unterschiede zur kostenpflichtigen Variante. In Summe ist damit die kostenlose Version ein mehr als nur gutes und faires Angebot.

Es werden zwei unterschiedliche Modelle an kostenpflichtigen Abos angeboten. Einerseits das Plus-Paket, welches für 8 Euro monatlich erhältlich ist. Die Software kann so auf fünf Geräten parallel genutzt werden, das Datenvolumen wird auf 75 Gigabyte angehoben. Der Zugriff auf alle Server und Protokolle ist möglich. Dem gegenüber steht noch das Premium-Paket für 17 Euro monatlich, einem Wert, der über den Kosten der meisten Konkurrenten steht. Der einzige Unterschied zum Plus-Paket besteht darin, dass keine Begrenzung des Datenvolumens mehr vorliegt.

Folgende Punkte sind besonders positiv oder negativ zu bewerten:

  • Gutes kostenloses Angebot
  • Datenschutz, keine Log-Speicherung
  • Kill Switch
  • Kostenpflichtige Angebote haben ein sehr schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • geringe Serverauswahl
  • teils unübersichtliche Software

PureVPN

Auf einen ersten Blick wirkt das Angebot von PureVPN fantastisch. Nur zwei Euro im Monat – dafür erhält man Zugriff auf über 750 Server in 141 unterschiedlichen Staaten. Ein cloudbasierter Virenschutz ist dabei ebenso inklusive wie die branchenübliche AES-256-Bit-Verschlüsselung und ein DNS-Leaking-Schutz. Auch wirbt PureVPN mit strengsten Datenschutzrichtlinien. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Hong Kong, wo strenge Gesetze gelten. Demnach ist ein korrekter und verantwortungsbewusster Umgang mit den Nutzerdaten von PureVPN gewährleistet.

Die Software von PureVPN kann einfach auf allen Geräten mit den Betriebssystemen Windows, macOS, Android oder iOS installiert werden. Unterschiedliche Profile in der Software sollen dafür sorgen, dass für bestimmte Nutzungen automatisch die besten Server ausgewählt werden. Grundsätzlich ist dies eine gute Idee, allerdings fällt die Umsetzung mangelhaft aus. Nicht nur dass die Erstellung und Auswahl von Profilen unübersichtlich gestaltet ist, können diese häufig nicht einmal die gewünschten Anforderungen erfüllen. So kann mit dem Streaming-Profil nicht einmal die Ländersperre von Yahoo oder Netflix erfolgreich umgangen werden.

Auch die Art der Serverauswahl per Landkarte oder per Liste ist grundsätzlich gut. Doch auch hier macht sich wieder eine wenig gewissenhafte Arbeit bemerkbar. Denn man kann nur die Länder per Weltkarte auswählen, will man einen Server in einer bestimmten Stadt auswählen, ist man erneut auf die Wahl per Liste angewiesen. Eine manuelle Verbindung mit ausgewählten Servern ist nur auf kompliziertem Wege möglich. Eine DNS-Konfiguration wird nicht angeboten, weswegen sich PureVPN nicht für Smart-TVs und ähnliche Geräte eignet.

Im Geschwindigkeitstest konnte PureVPN vollkommen überzeugen. Mit 37 Megabit im Download liegt man im Mittelfeld, aber 15 Megabit im Upload gehören zu den schnellsten getesteten Geschwindigkeiten. Damit lassen sich alle üblichen Tätigkeiten im Internet ohne jegliche Probleme bewerkstelligen.

Preislich sind bei PureVPN vor allem die unterschiedlichen Abo-Modelle zu erwähnen. Bei einem Vertrag über ein Monat werden knapp unter 9 Euro fällig. In mehreren Schritten kann die Abo-Dauer erhöht, und damit der Preis verringert werden. Bei einem zweijährigen Abo kostet der Dienst nur noch knapp 2 Euro monatlich. Eine kostenlose Testversion wird von PureVPN nicht angeboten.

Zusammengefasst können die Vor- und Nachteile von PureVPN wie folgt werden:

  • Sehr gutes Angebot an Servern und Standorten
  • guter Umfang mit Datenschutz
  • Im 2-Jahres Abo sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Gute Geschwindigkeit (vor allem im Upload)
  • Mangelhafte und unübersichtliche Software

Hide My Ass!

Hide My Ass! gehört zu den VPN-Anbietern, welche am längsten im Geschäft sind. Über Jahre hinweg wurde ein kostenloses VPN- und Proxyservice geboten. Dies hat dazu geführt, dass die verfügbare Infrastruktur von Hide My Ass! ständig angewachsen ist und sich sehen lassen kann: Über 800 Server in unvorstellbaren 190 Staaten werden angeboten. Die Verbindungen werden stets mit höchsten, branchenüblichen Standards verschlüsselt. Es wird ein sehr strenger Umgang mit Datenschutzstandards versprochen. Durch den Sitz in Großbritannien und deren Zugehörigkeit zu den 14 Eyes ist dies allerdings mit Vorsicht zu genießen.

Hide My Ass! kann auf Desktop Geräten mit Windows und macOS sowie auf mobilen Geräten mit Android und iOS genutzt werden. Auch eine Software-freie Verbindung zu den Servern ist möglich. Die Software ist grundsätzlich recht einfach aber übersichtlich gehalten. Leider werden bei der Serverauswahl keine Auslastungen angezeigt. Doch Hide My Ass! bietet an, die Länder händisch zu wählen, dann jedoch auf eine automatische Wahl des schnellsten Servers zurückzugreifen. Bei mobilen Geräten kommt es allerdings leider gelegentlich zu unerwünschten und unerwarteten Verbindungsabbrüchen. Zu Problemen kann es auch bei der Umgehung von Landesbeschränkungen kommen, was wohl auf eine weite Verbreitung von Hide My Ass! und einer dadurch entstehenden Doppelbelegung von IP-Adressen zurückzuführen ist.

Die getesteten Geschwindigkeiten bei automatischer Serverauswahl von Hide My Ass! liegen alle im oberen Bereich und schränken die Leistung der üblichen Internetleitungen nur minimal ein. Daher muss der Nutzer mit keinerlei Einschränkungen im alltäglichen Internetgebrauch rechnen.

Von dem kostenlosen VPN Angebot hat sich Hide My Ass! inzwischen vollkommen zurückgezogen. Ein monatliches Abo kostet ca. 11 Euro monatlich. Bei einem Jahresabo sinkt der Preis auf in etwa 6 Euro im Monat. Es wird ein 30-tägiges Rücktrittsrecht angeboten. Allerdings wird der Anspruch darauf bei dem Überschreiten einer nicht näher definierten (und damit vollkommen unsichtbaren) Datenmenge zurückgewiesen.

Die folgenden Vor- und Nachteile können für Hide My Ass! zusammengefasst werden:

  • Große Serverauswahl mit Standorten auf beinahe der gesamten Welt
  • Gute Geschwindigkeit
  • Bei längeren Abos gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • teils instabile Software
  • Unterliegen zwar hohen Datenschutzrichtlinien, können aber zur Freigabe von Daten gezwungen werden

CyberGhost

Immerhin in 60 Staaten werden über 3700 Server von CyberGhost verwaltet. Diese große Anzahl sorgt dafür, dass das Umgehen von Ländersperren bei Streaming Diensten erfolgreich abläuft. Die üblichen Sicherheitsstandards werden selbstverständlich auch von CyberGhost geboten. Zusätzlich wird von der Firma ein Cloudbasierter Virendienst, sowie Werbe- und Schadsoftwareblocker gestellt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Rumänien, gehört also der EU an, und unterliegt somit strengen Datenschutzrichtlinien. Dennoch müssen in Rumänien keinerlei Logfiles gespeichert werden, worauf CyberGhost auch dankenswerterweise verzichtet.

Die Software kann wie üblich auf Windows und macOS Geräten gleichermaßen verwendet werden wie auf Android oder iOS. Überall ist das Programm sehr übersichtlich und bedienerfreundlich gehalten. Einzig bei der macOS Unterstützung fehlt die Funktion, Server per Schnellwahl aus der Taskleiste zu wählen. Einzelne voreingestellte Profile können bei der Wahl der passenden Server wählen, so unter anderem auch beim Umgehen der Ländersperre.

Die große Menge an Servern sorgt auch dafür, dass diese selten überlastet werden. Dementsprechend sind die gemessenen Geschwindigkeiten durchwegs ausreichend bis gut. Beim Download konnten gute 54 Mbit pro Sekunde erzielt werden, im Upload reichte es immerhin für durchschnittliche 8 Mbit/s.

Preislich werden auch bei CyberGhost unterschiedliche Modelle des Abos angeboten. Wie üblich gilt auch hier: Je länger das Abo, umso günstiger ist der Preis / Monat. Bei einem dreijährigen Abo liegt der Preis nur noch bei in etwa 2,50 Euro pro Monat. Ein kostenloses Angebot ist nicht verfügbar. Allerdings können für Chrome und Firefox kostenlose PlugIns verwendet werden, welche zum Umgehen der Ländersperre genutzt werden können, allerdings auch diesbezüglich keine Garantie liefern.

Besonders positiv bzw. negativ werden bei CyberGhost folgende Punkte bewertet:

  • große Serverauswahl
  • Datenschutz, keine Speicherung von Logfiles
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, vor allem im 3-Jahres Abo
  • zusätzliche Sicherheitsfeatures wie Virenscan und Werbeblocker
  • übersichtliche Software
  • kein Kostenloses Angebot
  • keine, bzw. wenige exotischen Länder zum Auswählen

IPVanish

Eines muss man den Programmierern von IPVanish lassen: An Selbstvertrauen mangelt es ihnen mit Sicherheit nicht, denn sie sprechen von ihrem Programm als das einzig wahre VPN Service. Zugegeben, immerhin 850 Servern in knapp über 60 Staaten klingen nicht schlecht, werden von anderen Anbietern jedoch ebenfalls geboten. Auch die AES-256-Bit-Verschlüsselung ist inzwischen zum Standard geworden. Der Sitz der Firma liegt in Texas in den USA. Dementsprechend sind sie an sehr strenge Vorgaben bezüglich Datenschutz gebunden, unterliegen jedoch auch dem 14-Eyes abkommen und könnten unter Umständen dazu gezwungen werden, die Daten freizugeben.

Die Software für Windows und macOS ist äußerst gut gelungen. Neulinge können direkt per Serverschnellwahl ihre Schritte im Internet anonymisieren. Fortgeschrittene hingegen können mit zahlreichen, aber dennoch übersichtlichen, Filtern eine gezielte Serverwahl vornehmen. Sämtliche nötigen Informationen wie Standort, Ping und vor allem Serverauslastung werden hierbei angezeigt. Allerdings neigt die Software zu gelegentlichen Verbindungsabbrüchen, was auch auf mobilen Geräten mit Android oder iOS der Fall ist.

Der Geschwindigkeitstest hat bei IPVanish mit automatischer Serverauswahl nur gute Ergebnisse geliefert. Ca. 50 Mbit/s im Download und 15 Mbit/s im Upload. Damit liegt man hier in beiden Bereichen im vordersten Segment.

Das monatliche Abo von IPVanish kostet in etwa 10 USD pro Monat und liegt damit im guten Durchschnitt. Eine Reduktion dieses Preises bei einem Abschluss eines Jahresabos ist selbstverständlich auch hier möglich. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann nur noch auf ca. 6,50 USD / Monat. Ein kostenfreies Angebot, bzw. ein Rücktrittsrecht wird bei IPVanish vergeblich gesucht.

Positiv, bzw. negativ sind für IPVanish folgende Punkte aufgefallen:

  • Hohe Serveranzahl
  • Hohe Geschwindigkeit
  • Vielfältige Software
  • teils instabile Software
  • kein kostenloses Angebot
  • Unterliegen zwar hohen Datenschutzrichtlinien, können aber zur Freigabe von Daten gezwungen werden

ProtonVPN

ProtonVPN bietet nur Server in 29 unterschiedlichen Staaten an. Diese sind jedoch nach den strengsten Standards auf dem aktuellsten Stand der Technik gesichert. Kein Wunder, denn ProtonVPN hat bereits jahrelange Erfahrung, in Punkto Sicherheit und ist auch einer der wenigen Anbieter im Bereich von verschlüsselter Email Services. Der Datenverkehr bei ProtonVPN kann gleich über zwei der verfügbaren Server geleitet werden, was eine erneute Erhöhung der Sicherheit mit sich bringt. Der Sitz des Unternehmens ist in der Schweiz. Damit ist man besonders strengen Datenschutzbestimmungen unterworfen, was sich nur positiv auswirken kann. Außerdem verspricht das Unternehmen, dass keinerlei Daten der User gespeichert oder analysiert werden.

Sowohl für Desktop als auch für Mobilgeräte wird die passende Software angeboten. Hier sticht vor allem die grafische Gestaltung und Übersichtlichkeit besonders positiv hervor. Die Server können per Schnellwahl automatisch angewählt werden, aber auch über eine Liste oder eine Weltkarte händisch ausgesucht werden. Mit der „Secure Core“ Option wird zusätzlich ein zweiter Server in der Verbindung integriert. Probleme mit der Software konnten weder in Bezug auf die Auswahl von Servern noch deren Stabilität festgestellt werden.

Auch der Test der Geschwindigkeit fiel positiv aus. Mit ca. 45 Mbit/s Download und 9 Mbit/s Upload ist man hier durchaus im vorderen Mittelfeld vertreten. Jedenfalls ist der alltägliche Datenverkehr durch Surfen und Co. inklusive Streaming ohne Probleme und Verzögerungen sehr gut möglich.

ProtonVPN bietet eine kostenlose Variante an. Damit lassen sich Server in den Niederlanden, den USA und Japan ansteuern, jedoch nur mit gedrosselter Geschwindigkeit. Für bessere Geschwindigkeiten und eine größere Serverauswahl muss ein kostenpflichtiges Abo abgeschlossen werden. Dieses kostet monatlich knapp über 4 Euro in der Basis Variante (bzw. 3,5 Euro bei einem 1-Jahres Abo). Hier können alle Server mit unbegrenzter Geschwindigkeit von zwei Geräten gleichzeitig genutzt werden. Fünf Geräte können hingegen mit der Plus-Variante genutzt werden, in welcher auch die Secure Core Option möglich ist. Diese kostet knapp 9 Euro monatlich und ist damit immer noch im unteren Durchschnitt der verglichenen VPN Anbieter.

Die Vor- und Nachteile von ProtonVPN können wie folgt zusammenfasst werden:

  • Kostenlose Version verfügbar
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und gute Staffelung der einzelnen Varianten und Abos
  • guter Umgang mit Datenschutz
  • Secure Core Option und hohe Sicherheit
  • stabile und übersichtliche Software
  • geringes Angebot in der Länderauswahl

ZenMate

ZenMate bietet eine Auswahl an Servern in 30 unterschiedlichen Staaten an. Selbstverständlich werden auch bei ZenMate die Verbindungen mit AES-256-Bit verschlüsselt. Überraschend mag der Standort des Unternehmens sein. Denn ZenMate ist der einzige bekannte Anbieter aus Deutschland, welcher sich nur auf VPN-Lösungen konzentriert. Dementsprechend hoch sind natürlich die Datenschutzbestimmungen gesetzt, unterliegen allerdings dem 14-Eyes abkommen.

Die von ZenMate angebotene Software kann gleichermaßen für Windows, macOS, Android oder iOS genutzt werden. Diese ist übersichtlich gestaltet und kann plattformübergreifend gleichermaßen gut genutzt werden. Angenehm ist die Serverschnellwahl über die Taskleiste sowohl in Windows als auch macOS. Allerdings können die Server nicht gänzlich zielgerichtet ausgewählt werden. Es ist nur eine Serverwahl nach Ländern möglich, man kann also sagen man möchte einen Server in den USA auswählen, aber nicht in welcher Stadt dieser seinen Sitz haben soll. Da keine gezielte Serverauswahl möglich ist, und nur eine begrenzte Zahl an Servern existiert, hat ZenMate große Probleme, bei Streaming Diensten die Ländersperre zu umgehen.

Es hat sich gezeigt, dass die Server von ZenMate zu den schnellsten überhaupt gehören, und das obwohl die Serverauswahl nicht beeindruckend groß ist. Aber 50 Mbit/s Download und grandiose 39 Mbit/s Upload sprechen Bände.

Preislich liegen zwischen den einzelnen Abomodellen von ZenMate Welten. Während ein monatlicher Abschluss stolze 12 Euro im Monat kostet, muss man bei dem Abschluss eines Jahres-Abos nur mehr 4 Euro monatlich bezahlen, bei 2 Jahren gar nur noch 2 Euro pro Monat. Noch günstiger ist selbstverständlich die kostenlose Version von ZenMate: Hier können Server in Deutschland, Hong Kong, USA und Rumänien genutzt werden, jedoch nur bei eingeschränkten Geschwindigkeiten. Zusätzlich kann die kostenpflichtige Variante für 7 Tage gratis getestet werden und nach dem Erwerb eines Abos bei nicht gefallen binnen 30 Tagen zurückgegeben werden.

Diese Punkte sind als Vor- und Nachteile von ZenMate zu nennen:

  • Exzellente Geschwindigkeiten
  • Kostenlose Version
  • Testversion und Geld-Zurück-Garantie
  • Gute, übersichtliche Software
  • Sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei längeren Abos
  • Probleme beim Umgehen der Ländersperre
  • keine gezielte Serverauswahl
  • geringes Angebot an Servern und Ländern
  • Unterliegen zwar hohen Datenschutzrichtlinien, können aber zur Freigabe von Daten gezwungen werden

Avira Phantom VPN

Es wird immer häufiger, dass große Anti-Viren-Hersteller wie Avira sich auch im VPN Markt bemerkbar machen. Dies liegt eigentlich auf der Hand, da Sicherheit ein wichtiger Punkt bei VPN-Anbietern ist. Die verwendeten Protokolle und Standards sind bei Avira Phantom VPN die branchenüblichen. Leider ist jedoch zu sagen, dass es zu Problemen kommen kann, wenn eine Firewall verwendet wird, welche nicht von Avira stammt. Leider nützt Avira hier seine Vormachtstellung in diesem Sektor gnadenlos aus. Mit dem Sitz in Deutschland ist ein korrekter Umgang mit den Daten der User garantiert. Allerdings werden von Avira auch nur Server in ca. 10 verschiedenen Ländern angeboten.

Die Software von Avira Phantom VPN, welche für Windows, macOS, Android und iOS angeboten wird, ist übersichtlich und einfach zu bedienen. Die Server können simpel und gezielt ausgewählt werden, so dass wir in diesem Bezug nichts zu bemängeln haben.

Die getesteten Geschwindigkeiten bei den Avira Servern lassen im Vergleich etwas zu wünschen übrig. So werden im Download nur 6 Mbit/s und im Upload knapp 2 Mbit/s erzielt. Auch wenn dies für den alltäglichen Gebrauch ausreichend ist, sind wir dennoch deutlich bessere Werte von der Konkurrenz gewöhnt.
Knapp fünf Euro im Monat muss man bezahlen, wenn man ein 12-Monats Abo bei Avira Phantom VPN abgeschlossen hat. Dies mag zwar günstig klingen, ist aber für die gebotene Leistung und vor allem im Vergleich zu anderen Anbietern immer noch zu viel.

Zusammengefasst kann die Leistung von Avira Phantom VPN wie folgt werden:

  • Übersichtliche und einfach bedienbare Software
  • guter Umgang mit Datenschutz
  • hohe Sicherheit
  • Wenige Server in wenigen Ländern
  • schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • niedrige Geschwindigkeiten
  • Ausnutzung einer Vormachtstellung bezüglich Firewalls

Perfect Privacy VPN

Aus der Schweiz stammt der VPN Anbieter Perfect Privacy VPN. Damit ist vorne weg klar, dass Datenschutz großgeschrieben wird. Besonders erwähnenswert ist, dass bis zu vier Server in unterschiedlichen Ländern hintereinandergeschaltet angewählt werden können. So gut konnte man die eigenen Schritte im Internet noch nie verbergen. Perfect Privacy wurde dafür entwickelt, maximalen Schutz vor Überwachung und Ausforschung zu bieten, und genau dies wird hier auch geboten. Dementsprechend ist die Auswahl der Server in unterschiedlichen Ländern gestaltet. Es werden nicht zu viele Länder (26) angeboten und große Länder wie Italien oder Spanien fehlen vollständig.

Die Software von Perfect Privacy VPN wird von Windows, MacOS, iOS und Android gleichermaßen unterstützt. Diese ist einfach zu verwenden und dennoch mit zahlreichen Details auch für fortgeschrittene Nutzer mit ganz bestimmten Bedürfnissen hervorragend geeignet.

Die zu Verfügung gestellten Server unterliegen keinen Geschwindigkeitsbegrenzungen. Es zeigte sich, dass bei der Nutzung von nur einem Server Geschwindigkeiten von in etwa 10 Mbit/s im Download und 2 Mbit/s im Upload erreicht werden. Wenn allerdings mehrere Server hintereinandergeschaltet werden, sinken die Werte naturgemäß erheblich. Da diese Funktion allerdings nur in seltenen Fällen und für bestimmte Nutzungen nötig ist, kann diese im Test für den Durchschnittsuser vernachlässigt werden.

Preislich ist Perfect Privacy VPN recht hoch angesiedelt. Die billigste Abo-Variante wird beim Abschluss eines Vertrages über zwei Jahre erzielt. Dennoch sind dann immer noch neun Euro pro Monat zu bezahlen. Für die gebotene Leistung und die unvergleichliche Verschleierung jedoch durchaus ein gerechtfertigter Preis.

Perfect Privacy VPN ist ein Anbieter, welcher nicht für Jedermann zu empfehlen ist, da der Fokus vollkommen auf Schutz vor Überwachung liegt. Dennoch können die Vor- und Nachteile wie folgt beschrieben werden:

  • Sehr guter Schutz vor Überwachung und Ausforschung, auch durch das Verwenden mehrerer Server
  • gute, übersichtliche Software
  • guter Umgang mit Datenschutz
  • mittelmäßige Geschwindigkeiten
  • Server und Länderauswahl beschränkt
  • zwar hoher Preis, im Preis-Leistungsverhältnis durchaus gerechtfertigt

Hotspot Shield

Server in 25 Ländern mit AES-256-Bit-Verschlüsselung werden von Hotspot Shield angeboten. Dank dem Sitz des Unternehmens in den USA ist auch der Datenschutz gewährleistet. Es muss allerdings berücksichtigt werden, dass auch die USA dem 14-Eyes-Abkommen unterliegen.

Für sämtliche gängigen Systeme (Windows, macOS, Android, iOS) wird eine Software angeboten. Diese glänzt mit einem modernen und doch übersichtlichen Design. Die Auswahl der Server nach Ländern ist einfach möglich. Allerdings lässt die Software eine gezieltere Auswahl innerhalb der Länder vermissen. Auch eine händische Konfiguration und das Anwählen der Server ist nicht möglich. Trotz der beschränkten Serverauswahl und den damit verbundenen Problemen, gelingt es Hotspot Shield, die Ländersperre bei Streamingdiensten erfolgreich zu umgehen.
Unvergleichliche 77 Mbit/s Downloadgeschwindigkeit konnten im Test von Hotspot Shield erzielt werden. Beim Upload reichte es immerhin noch für stolze 10 Mbit/s. Selbst in der kostenlosen Version (in welcher die Geschwindigkeit gedrosselt wird), konnten 19 Mbit/s Download und 7 Mbit/s Upload erreicht werden. Dafür gibt es von uns ein „Daumen hoch“!

Die Basisversion von Hotspot Shield ist kostenlos. Dafür kann man allerdings nur die US-Server anwählen, ist in der Geschwindigkeit etwas reduziert und wird permanent mit Werbeeinblendungen bombardiert. Auch muss der Datennutzung durch Hotspot zugestimmt werden. Daher ist diese Version nur begrenzt zu empfehlen. Ein Elite-Abo kostet monatlich bereits 16 Euro, bei Abschluss eines Jahresabos sinkt der Wert auf immer noch stolze sieben Euro pro Monat.

Die Vor- und Nachteile von Hotspot Shield:

  • Grandiose Geschwindigkeiten, selbst bei der kostenlosen Version
  • hohe Sicherheit
  • schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • schlechte Auswahl an Servern und Ländern
  • schlechte kostenlose Version (kein Datenschutz, viel Werbung)